Lernen und Ernährung

Hat leichteres und erfolgreiches Lernen etwas mit der Ernährung zu tun?

Gehirngerechte ErnährungKann ich durch „richtige“ Ernährung meine Lern- und Merkfähigkeit steigern? Und wenn ja, wie muss ich mich denn dann ernähren?

Allgemeines zum Thema Ernährung

Zum Thema Ernährung gibt es viele zum Teil sogar unterschiedliche Meinungen. Einig sind sich jedoch alle Ernährungsexperten, dass

  • Bio-Produkte gesünder sind als „konventionelle“ Produkte
  • Süßigkeiten – vor allem in großen Mengen – nicht nur schlecht für die Gesundheit sind, sondern auch für das Wohlbefinden und die Konzentrationsfähigkeit, das Lernen also negativ beeinflussen
  • Zu viel Fleisch und zu viel Süßigkeiten sauer machen – das gilt für unser Laune ebenso wie für unseren Körper
  • Obst und Gemüse zur täglichen Ernährung dazugehören sollten und besonders in Phasen, in denen wir uns konzentrieren müssen.

„Gehirngerechte“ Ernährung

Wie aber ernähren wir uns nun „richtig“, um den ganzen Tag über mit ausreichend mit „Gehirnnahrung“ versorgt zu sein und konzentriert arbeiten zu können?

Morgens:

Zum Frühstück ist Vollkornbrot und / oder Obst plus ein Milchprodukt ideal. Der „schlaue“ Mensch isst Müsli (am besten selbstgemacht und mit frischem Obst) oder Vollkornbrot mit Käse.

Vormittags:

Vormittags empfiehlt sich ein kleiner(!) Snack aus Obst mit Joghurt oder Vollkornbrot mit Wurst oder Käse.

Mittags:

Mittags ist Eiweiß angesagt: Gebratener Fisch, Hähnchen oder Pute mit Gemüse und Salat.

Nachmittags:

Für den kleinen Nachmittagshunger eigenen sich Obst oder ein Vollkornbrötchen.

Abends:

Am Abend empfiehlt sich eine kleine Mahlzeit.

Rohes Obst und/oder Gemüse werden abends nicht mehr richtig verdaut. Darauf sollten wir wir also am besten verzichten.

Um erholsamer und besser schlafen zu können, empfiehlt es sich außerdem, 2 Stunden vor dem Schlafen gehen nichts mehr essen.

Übrigens: Warme Milch mit Honig wirkt Wunder, wenn es mit dem Einschlafen nicht so klappen will.

Was tun bei kleinen Tests oder Besprechungen?

Hier hilft eine kleine eiweißreiche Zwischenmahlzeit, z.B. ein Becher Joghurt, ein Käse oder ein Fischbrötchen. Sie bringen das Gehirn auf Hochtouren.

Absolutes No-Go ist Traubenzucker: Er putscht 20 Minuten extrem auf, danach fühlt man sich müder als vorher!

Was tun bei längeren Tests oder Phasen längerer Konzentration?

Wenn man sich über einen längeren Zeitraum konzentrieren muss, ist Vollkorn kombiniert mit Obst und Gemüse angesagt ebenso wie Milchprodukte, Fisch und Fleisch. Sie liefern die richtige Nahrung für den stark beanspruchten Denkapparat.

Und ganz wichtig ist hierbei auch, dass wir ausreichend Wasser (siehe hierzu auch den Artikel: Wasser - Lernhelfer Nr. 1) oder ungesüßte Tees trinken.

Weitere Ernährungstipps zum Thema Lernen

  • Nüsse stärken Konzentration und Gedächtnis.
  • Lein-, Raps-, Soja- und Walnussöl unterstützen Lernen und Konzentration aufgrund der darin enthalten Omega-3-Fettsäuren - am besten – auch wenn das manchem jetzt nicht gefallen wird - pur oder zu frischem Obst oder Gemüse.
  • Äpfel sind der „Ferrari“ unter den Zwischensnacks und der absolute Geheimtipp für gute und ausdauernde Konzentration
  • Durch regelmäßiges Wasser-Trinken vermeiden wir Müdigkeit und Kopfschmerzen.

Merke:
Das Gehirn wiegt gerade mal 2 % unseres Körpergewichtes, verbraucht aber 20 % der Gesamtenergie und 40 % des aufgenommenen Sauerstoffes!

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Prüfungsangst – Teil 5

Naturheilmittel bei Prüfungsangst

Naturheilmittel bei PrüfungsanstAls wunderbare Ergänzung zum Thema Prüfungsangst habe ich einen sehr interessanten Artikel über Prüfungsangst und Naturheilkunde gefunden.

Der Heilpraktiker Peter Boehm, der seit 30 Jahren eine Praxis in Regensburg mit Schwerpunkt Klassische Homöopathie führt, empfiehlt die folgenden beiden Naturheilmittel, die sich bei Prüfungsangst bewährt haben:

Gelsemium sempervivens, der gelbe Jasmin hilft sehr gut,

  • wenn schon lange vor der Prüfung oder auch direkt vor der Prüfung das große Zittern beginnt
  • wenn es nicht gelingt, sich beim Lernen zu konzentrieren, weil immer wieder die Angst vor der Prüfungsangst über Hand nimmt.
  • bei Schlaflosigkeit vor der Prüfung sowie
  • bei großem Harndrang oder Durchfall am Tag der Prüfung.

Argentum nitricum, Silbernitrat hilft denjenigen,

  • die sich plastisch ausmalen, was alles schiefgehen kann.
  • die vor der Prüfung unter Durchfall leiden
  • die keinen Weg aus dem Gedankenkarussell finden;
  • die in der Prüfung gerne einen "Blackout" haben und bei denen dann alles Gelernte einfach so  verschwunden ist.

Vorsicht: Peter Boehm betont, dass Argentum nitricum ist ein tiefgreifendes Mittel ist und nicht über einen längeren Zeitraum als Selbstbehandlung angewendet werden sollte.

Zitat Peter Boehm: "Beide Mittel empfehle ich in der Potenz C12, täglich drei Globuli lutschen. Eventuell zu Beginn der Prüfung noch einmal drei Globuli. Bitte zur Selbstbehandlung immer nur ein paar Tage nehmen, nicht über Wochen und Monate!"

Einen weiteren Tipp hat der Heilpraktiker für Schüler, bei denen nicht die Angst im Vordergrund steht, sondern die fleißig lernen, aber bei denen nachher einfach nichts hängen bleibt: „Für dieses "Sieb im Kopf" ist Helleborus LM 6 oft sehr hilfreich, drei Tropfen täglich nach zehnmaligem kräftigen Schütteln.“

Für alle, die diese Mittel interessieren, weißt er nachdrücklich darauf hin, dass im Falle von starken Selbstwertproblemen, Konzentrationsstörungen, Ruhelosigkeit oder Depressionen, ein erfahrener Heilpraktiker aufgesucht werden sollte. Auch richtige Phobien, also krankhafte Ängste, müssen fachkundig behandelt werden.

Den ganzen Artikel könnt Ihr hier nachlesen. Weitere hilfreiche Tipps zum Thema Prüfungsangst findet Ihr in der Artikelserie Prüfungsangst – Was tun?

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Zahlenmerksysteme – Teil II

Das Major-System

In meinem letzten Artikel habe ich euch mit der Bildergeschichten-Methode ein Zahlenmerksystem vorgestellt, das Ihr mit wenig Aufwand sofort einsetzen könnt. Dieses System eignet sich vor allem für einfache und kurze Zahlenfolgen.

Was aber, wenn wir uns längere und komplizierte Zahlen und Zahlenrehen bzw. viele verschiedene Zahlen merken müssen? Wie können wir uns z.B. all die verschiedenen Telefon- und Handynummern, Geburtstage, wichtige Geschichtsdaten, Maße, Formeln u.ä. merken? Mit der Bildergeschichten-Methode sind wir da schnell überfordert.

Aber keine Sorge, auch für komplizierte Zahlen und Zahlenreihen gibt es Systeme, die uns das Behalten erleichtern. Heute stelle ich Euch das Major-System vor.

Im Gegensatz zur Bildergeschichten-Methode benötigen wir zwar etwas mehr Zeit, um dieses System zu beherrschen, aber der Aufwand lohnt sich! Einmal verinnerlicht, stellen selbst lange Zahlen, bzw. viele verschiedene Zahlen, Daten, Maße etc. kein Problem mehr für uns dar.

Wer also bereit ist, etwas Vorarbeit zu leisten, und sich dann noch die Zeit nimmt, sich das System einzuprägen, der wird dauerhaft belohnt. Und Spaß macht das Ganze auch noch! Wir bringen nicht nur unsere Gehirnzellen auf Trab, wir schaffen viele neue Nervenverbindungen (die besonders wichtig für das Lernen sind) und kurbeln unsere Fantasie so richtig an. – Wir erleichtern uns also nicht nur das Behalten von komplizierten Zahlen, sondern wir schaffen beste Voraussetzungen für leichteres und schnelleres Lernen im Allgemeinen! Seid Ihr dabei? Dann lasst uns loslegen!

Major der Zahlen werden

Bei der Bildergeschichten-Methode haben wir jeder Zahl von 0 bis 9 ein Bild oder ein Symbol zugeordnet und uns anschließend eine Geschichte mit den entsprechenden Bildern ausgedacht. Der Nachteil dieser Methode zeigt sich bei längeren Zahlenreihen und bei vielen verschiedenen Zahlen: Die Geschichten wurden entsprechend lang und zu viele Geschichten werden auf Dauer auch immer unübersichtlicher.

Beim Major-System geht es zwar auch darum, Zahlen in Bilder umzuwandeln, aber auf eine etwas andere Art.

Wir wandeln in einem 1. Schritt die Zahlen von 0 bis 9 in Buchstaben um, die Buchstaben in Wörter und die Wörter in Bilder. Mit einem Wort kann ich also mehrere Ziffern abdecken. Ich muss mir dann nur noch ein entsprechendes Bild erschaffen und schon werde ich die entsprechende Zahl nicht mehr vergessen.

Beispiel

747 Geburtsdatum von Karl dem Großen. Mein Wort dafür ist Kracke. Karl der Große hat ja bekanntlich ein riesiges Reich mitten in Europa erschaffen. Mein Bild ist also eine Kracke, die mit ihren Tentakeln nach allen möglichen Europäischen Staaten, Fürstentümern und Reichen greift. Um anschließend auf die Zahl zu kommen, kehre ich einfach den Prozess um: vom Bild zum Wort, vom Wort zu den Buchstaben, von den Buchstaben zur Zahl.

Was uns jetzt noch fehlt ist die Zuordnung der Zahlen zu bestimmten Buchstaben und ein paar Regeln.

Zahlen Buchstaben zuordnen

Das Major-System weist den Zahlen 0 bis 9 jeweils einen oder mehrere Konsonanten zu.  Damit wir uns die Konsonanten, die wir den einzelnen Zahlen zuordnen, besser merken können, haben sie einen direkten Bezug zu den Zahlen (unsere Merkhilfe). Hier die Zuordnung der Zahlen zu Konsonanten sowie die entsprechende Merkhilfe:

Zahl

Buchstabe

Merkhilfe

0

z, s

Zero steht in der englischen Sprache für die Null. Ausgesprochen wird es allerdings “Siro”, daher nehmen wir auch das s hinzu.

1

t, d

1 sieht aus wie ein t. Ähnlich klingt auch der Buchstabe d.

2

n

n hat 2 senkrechte Striche nach unten

3

m

m hat 3 senkrechte Striche nach unten

4

r

r ist der letzte Buchstabe von vier

5

l

L ist das römische Schriftzeichen für 50 oder wenn wir mit der Hand (fünf Finger) eine “Pistole” bilden, so sieht diese wie ein L aus.

6

sch, ch

Die ersten 3 Konsonanten von sechs

7

k, ck, g

Die sieben Zwerge sind klein, daher nehmen wir das k für diese Zahl. Ähnlich klingt auch der Buchstabe g.

8

f, v, w

Das kleine in Schreibschrift geschriebene f sieht fast wie eine 8 aus, lautverwandt ist sind das v und das w. Man kann sich das V aber auch gut merken indem man an den V8 Motor denkt, F und W sind lautverwandt.

9

p, b

P ist das Spiegelbild zu 9, muss man lediglich um 180° drehen, b ist lautverwandt

Nehmt Euch jetzt ca. 10 Minuten Zeit und prägt Euch Zahlen, Konsonanten und deren Beziehung zu den Zahlen gut ein.

Das geht am einfachsten, indem Ihr die Zahlen der Reihe nach durchgeht, Euch die Konsonanten einprägt und die Erklärung verinnerlicht. Anschließend macht Ihr das Gleiche in umgekehrter Reihenfolge. Dann nehmt Ihr willkürlich Zahlen und benennt die dazugehörigen Buchstaben und die Merkhilfen. Z.B. 2 = n, n hat 2 senkrechte Striche nach unten.

Zum Schluss ordnet Ihr die Konsonanten in willkürlicher Reihenfolge den Zahlen zu. Wenn Ihr zu mehreren seid, kann das anschließende Abfragen richtig lustig werden. Glaubt mir, Ihr braucht wirklich nicht mehr als 10 Minuten, um alle Buchstaben zu verinnerlichen.

Um mit dem Major-System arbeiten zu können nehmen wir uns eine mehrstellige Zahl vor, ordnen jeder Ziffer den entsprechenden Konsonanten zu und bilden mit diesen Konsonanten Wörter. Vokale und der Buchstabe H sind dabei neutral und helfen uns, die entsprechenden Wörter zu bilden. Jedem so gebildeten Wort weisen wir dann an entsprechendes inneres Bild zu. Bei mehreren Wörtern überlegen wir uns eine kurze Geschichte oder bilden einen Satz mit ihnen.

Zurück zu unserem Beispiel: Das Geburtsjahr von Karl dem Großen: 747. In Buchstaben umgewandelt: k – r – k. Mir fällt dazu spontan das Wort Kracke ein. Die Vokale sind, wie gesagt, neutral: Das Geburtsjahr von Karl dem Großen: 747 n Christus, Konsonanten: K – R – K, das dazugehörige Wort: Kracke, das Bild: eine Kracke, die mit ihren Armen nach allen möglichen Europäischen Staaten greift.

Ich wette mit Euch, Ihr werdet das Geburtsjahr von Karl dem Großen nie mehr vergessen!

Das Major-System ist unglaublich zuverlässig,  d. h. wir können die Bilder, die wir uns gemerkt zu bestimmten Zahlen gemerkt haben, immer wieder in die richtige Zahlen umwandeln. Wenn wir das richtig machen, ist die Fehlerquote gleich Null.

Mit dieser Methode sind selbst sehr ähnliche Zahlenreihen kein Problem mehr.  Wir speichern sie einfach mit unterschiedlichen Begriffen und als unterschiedliche Bilder ab und sie dadurch auch später gut unterscheiden und fehlerfrei wiedergeben.

Außerdem lassen sich mit diesen System mehrere Zahlen in einem Wort unterbringen. Wir können sie uns anschließend ganz leicht mit Hilfe Sätzen und dazugehörigen Bildern abspeichern.

Hier noch ein Video, das das Major-System sehr gut beschreibt.

 

Viel Spaß beim Lernen und Behalten von Zahlen! Ich bin mir übrigens sicher, dass Zahlen ihre … für Euch verloren haben. Ihr seid jetzt jederzeit in der Lage, Euch auch die kompliziertesten Zahlen zu merken.

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Zahlenmerksysteme – Teil I

Die Bildergeschichten-Methode

Zahlen spielen in der heutigen digitalen Welt eine immer wichtigere Rolle. Pins, Codes, Termine, Geburtstage, Passwörter mit Zahlenkombinationen. Aber gerade mit Zahlen haben wir so unsere Merk-Schwierigkeiten. Zahlen sind abstrakt, wir verbinden mit ihnen keine Bilder. Da unser Gehirn aber in Bildern denkt und Bilder leichter abspeichern kann, fällt es uns meistens sehr schwer, uns Zahlenreihen zu merken.

Wie lassen sich nun aber längere Zahlenreihen, Formeln, Geburtstage und Pins dauerhaft behalten?

Hier kommen die Zahlenmerksysteme ins Spiel. Das einfachste Beispiel eines Zahlenmerksystems ist die Bildergeschichten-Methode. Dabei verbinden wir Zahlen mit bestimmten Bildern und verketten die Bilder anschließend zu einer Geschichte. Hört sich im ersten Augenblick vielleicht ein wenig kompliziert an, ist aber genial einfach, da unser Gehirn ja in Bildern denkt und sich am besten an die Infos und Daten erinnert, die wir in Form von Bildern abgespeichert haben. Auf diese Weise können wir selbst längere Zahlenreihen und Zeichenkombinationen lernen und langfristig behalten.

Praktisch sieht das dann folgendermaßen aus:

Zunächst ordnen wir den Zahlen 0 bis 9 jeweils ein Bild zu. Dabei ist es gleichgültig, ob wir ein Bild wählen, dass der entsprechenden Ziffer gleicht oder ob wir ein Bild wählen, das einen Bezug zur entsprechenden Zahl hat. Wichtig ist einzig und allein, dass wir uns diese Bilder so gut einprägen, dass wir sie quasi im Schlaf mit den entsprechenden Zahlen verbinden.

Im folgenden habe ich Euch ein paar Vorschläge für mögliche Bilder zusammengestellt:

0 = Reifen, Ei, Rettungsring

 1 = Baum / Baumstamm, Stift, Wanderstab

 2 = Schwan, Zwillinge

 3 = Hocker (3 Beine), Brezel

 4 = Auto (4 Räder), Segel(schiff)

 5 = Hand (5 Finger), Haken

 6 = Würfel (6 Flächen, höchste Zahl = 6), Golfschläger, Elefantenrüssel

 7 = Zwerg (7 Zwerge), Fahne, Sense

 8 = Sanduhr / Schneemann, Achterbahn

 9 = Kegel (neun Kegel), Lupe

Suche Dir ein Bild zu jeder Zahl, das Dir zusagt und an das Du Dich auf alle Fälle erinnern kannst. Dabei ist es völlig gleichgültig, ob andere mit "Deinen" Bildern etwas anfangen können oder nicht. Nur Du musst mit den gewählten Bildern klarkommen. Wenn Du die Bilder einmal so richtig verinnerlicht hast, ist es ganz einfach, Dir auch längere Zahlenreihen, Geburtstage oder ähnliches zu merken.

Du prägst Dir diese Bilder also sehr gut ein – so dass Du sie wie im Schlaf beherrschst. Da Du die Bilder so gewählt hast, dass sie Dich an die entsprechende Zahl erinnern, wirst Du sie Dir sehr schnell merken können. Nach ein paar Wiederholungen wirst Du diese Bilder immer sofort mit der entsprechenden Zahl in Verbindung bringen.

Im letzten Schritt denkst Du Dir zu der Zahl, die Du Dir merken willst, eine kleine Geschichte aus.

Beispiel I

Du willst Dir zum Beispiel die Pin-Nummer Deiner EC-Karte merken – und zwar dauerhaft.

Die Pin-Nummer lautet: 4759

4 = Segelschiff

7 = Fahne

5 = Hand

9 = Lupe

Meine Geschichte lautet folgendermaßen:

Ich stehe an einem See und beobachte ein Segelschiff mit grellgelben Segeln und einer knallroten Fahne. An der Reling steht mein Bankberater, der die Hand hebt und mir zuwinkt. Noch lange schaue ich dem Schiff mit meiner Lupe hinterher.

Die Handlung kann ruhig weit hergeholt sein. Je kreativer, desto besser! Je ausgefallener die Geschichte ist, desto besser kannst du sie Dir merken! Wichtig ist vor allem, dass Du die Geschichte lebhaft - wenn möglich mit Farben, Gerüchen, Geräuschen und/oder Gefühlen ausschmückst und sie anschließend mehrfach vor Deinem inneren Auge ablaufen lässt. Du wirst sehen, Du wirst diese Zahl nicht mehr vergessen.

Beispiel II

Das Geburtsjahr Karl des Großen:

747  - Fahne – Schiff - Fahne

Die Bildergeschichten-Methode ist das einfachste Zahlenmerksystem und wirklich kinderleicht zu lernen. Es reicht für das tägliche Leben völlig aus. Werden wir jedoch häufiger mit langen Zahlenreihen oder schwierigen Formeln konfrontiert, dann sollte man sich mit einem anderen Zahlenmerksystem auseinandersetzten: Das Master-System, dass ich im nächsten Artikel vorstelle.

Übrigens: Die Bildergeschichten-Methode hat noch einen tollen Nebeneffekt. Dadurch, dass wir Zahlen mit Bildern verbinden, aktivieren wir beide Gehirnhälften und fördern allein schon  dadurch unsere Lern- und Merkfähigkeit.

Und wem das alles zu theoretisch war, der kann sich auch gerne das folgende Video anschauen…

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Die Loci-Methode

Der Weg ist das Ziel...

Wie bereits im 1. Artikel über Lerntechniken und Lernmethoden erwähnt, wird die Loci-Methode (Loci = Locus (lat.) = Ort) auch Routenmethode genannt. Bei dieser Methode werden Punkte entweder am Körper (Körperroute) oder im Raum (Raumroute) festgelegt. An diese so genannten Routenpunkte hängen wir dann unsere Schlüsselwörter an, indem wir sie zu einem lustigen Bild verknüpfen. Dazu gleich mehr.

Der Erfolg der Loci-Methode beruht auf einer besonderen Eigenart unseres Gehirns: dem „räumliche Erinnerungsvermögen“. Wir können uns in der Regel besser an die Katze auf dem Stuhl rechts neben dem Fenster erinnern, als nur an die Katze irgendwo in dem Raum.

In 3 Schritten zum Erfolg

Die Loci-Methode besteht aus 3 Schritten. In einem ersten Schritt legen wir eine sogenannte Route mit verschiedenen Routenpunkten fest. Im 2. Schritt erarbeiten wir wichtige Schlüsselwörter unseres Lernthemas – dazu eignet sich übrigens besonders gut ein Mind-Map. Im 3. Schritt verbinden wir  dann diese wichtigen Schlüsselwörter unseres Lernthemas mit den einzelnen Routenpunkten unserer Route. Und zwar, indem wir uns ein lustiges Bild dazu einfallen lassen!

Die Magie der Routenpunkte

Durch das „Abwandern“ der einzelnen Routenstationen in unserer Vorstellung können wir uns später an alle wichtigen Begriffe erinnern und das sogar in der richtigen Reihenfolge. Auf diese Weise ist es auch (fast) unmöglich, bei der Weidergabe wichtige Punkte unseres Lernthemas auszulassen. Wir wissen bei dieser Methode immer, an welcher Stelle des Lernstoffes wir uns gerade befinden und  welches Schlüsselwort als nächstes kommt.

Da sich das alles sehr theoretisch anhört, hier ein konkretes Beispiel.

Beispiel für die Körperroute

Die einfachste Route, die wir auch immer bei uns haben, ist die Körperroute.

Schritt 1: Festlegen der Route

Wir prägen uns die folgenden Körperpunkte in der entsprechenden Reihenfolge ein. Das ist ganz einfach, denn wir gehen unseren Körper von unten nach oben durch:

  1. =   Fuß
  2. =   Knie
  3. =   Oberschenkel
  4. =   Gesäß
  5. =   Hüfte
  6. =   Bauch
  7. =   Brust
  8. =   Schultern
  9. =   Hals
  10. =   Kopf

Und schon haben wir unsere erste Route!

Schritt 2: Verbinden der Routenpunkte mit Schlüsselwörtern

Angenommen wir wollen uns jetzt die 9 Planeten unseres Sonnensystems merken:

Merkur – Venus –Erde – Mars – Jupiter – Saturn – Uranus - Neptun - Pluto

Im 2. Schritt dieser Methode verbinden jetz also unsere einzelnen Routenpunkte mit den Planeten:

  1. Fuß = Merkur
  2. Knie = Venus
  3. Oberschenkel = Erde
  4. Gesäß = Mars
  5. Hüfte = Jupiter
  6. Bauch = Saturn
  7. Brust/Schulter = Uranus
  8. Hals = Neptun
  9. Kopf = Pluto

Das allein hilft uns aber noch nicht, die Planeten auch wirklich zu lernen. Jetzt kommt Schritt 3 ins Spiel.

Schritt 3: Lustige Bilder und Geschichten erfinden

Wir überlegen uns zu jedem Planeten ein Bild und dieses Bild verknüpfen wir dann mit dem entsprechenden Routenpunkt.

Hier meine dazugehörigen Bilder und Geschichten:

  1. Fuß – Merkur: Meer-Kur: Ich gönne meinen Füßen eine Meeres-Kur. Ich stehe mit meinen Füßen am Strand, Meerwasser umfließt die müden Füße.
  2. Knie – Venus: Venusmuschel: Dann knie ich im Sand vor einer Venusmuschel.
  3. Oberschenkel – Erde: Globus: Ich balanciere einen Globus (= Erde) auf meinen Oberschenkeln.
  4. Po – Mars: Schokoriegel Mars: In meiner hinteren Gesäßtasche habe ich einen Mars-Schokoriegel stecken.
  5. Hüfte – Jupiter: Yuppie (junge, karrierebewusste, erfolgreiche Großstädter) Ein Yuppie sitzt auf meiner Hüfte und wedelt mit Geldscheinen.
  6. Bauch – Saturn: Ich lasse Hula-Hoop-Reifen (Ringe) um meinen Bauch schwingen
  7. Brust/Schulter – Uranus: Uran-Utan: ein kleiner Uran-Utan sitzt auf meinen Schultern und lässt die Beine auf die Brust baumeln.
  8. Hals – Neptun: Meeresgott Neptun: Neptuns Dreizack steckt in meinem Hals fest.
  9. Kopf – Pluto: Pluto: Pluto, der Hund aus dem Zeichentrickfilm, leckt über mein Gesicht.

Wenn wir die Namen der Planeten mit den entsprechenden Bildern an den einzelnen Körperpunkten verankern, dann werden wir uns auch nach Jahren noch an die 9 Planeten des Sonnensystems erinnern und sie in der richtigen Reihenfolge aufzählen können.

Weiteres Beispiel:

Nenne die letzten 7 Präsidenten der Vereinigten Staaten in der richtigen Reihenfolge.

Lösung: Ford, Carter, Reagan und Bush, Clinton, Bush, Obama

Körperroute: Ein Ford fährt über den Fuß; der Fuß schwillt an und tut ganz stark weh; ein Kater kratzt so doll am Knie, dass es anfängt zu bluten; ein Reagenzglas steckt in der Hosentasche; auf dem Rücken wächst ein grüner Busch; ein lautes Lachen als Klingelton kommt aus dem Handy in der Brusttasche, ein kleiner Busch-Sprößling wächst auf der Schulter und Opa schüttelt Mama ein Glas Wasser ins Gesicht.

Route erweitern

Sollten die 10 Körperpunkte nicht ausreichen, da wir mehr als 10 Schlüsselwörter lernen und behalten wollen, dann können wir weitere Körperpunkte hinzufügen: Wirbelsäule, Ellenbogen, Hand, Nacken, Haare, …

Weitere Routen und Routenpunkte:

Beispiele für weitere Routen können die Räume unserer Wohnung / unseres Hauses sein (Schlafzimmer, Wohnzimmer, Bad, Küche, Arbeitszimmer, Kinderzimmer, …) oder aber bestimmte Wege, die wir häufig gehen (Arbeitsweg, Spazierweg, Schulweg, Hunde-Runde, …).

Nehmen wir das Beispiel „Schlafzimmer“. Mögliche Routenpunkte können die folgenden Objekte sein:

  1. =   Bett
  2. =   Bild über dem Bett
  3. =   Nachtschränkchen
  4. =   Nachtischlampe
  5. =   Kommode
  6. =   Kleiderschrank
  7. =   Bild über der Kommode
  8. =   Fenster / Vorhänge
  9. =   Stuhl / Kleiderständer
  10. =   Spiegel

Alle Objekte ordnen wir in der Reihenfolge an, in der sie in unserem Schlafzimmer stehen, wenn wir zur Tür hereinkommen. Dabei bleibt es Euch überlassen, ob Ihr im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn vorgeht. Wichtig ist nur, dass Ihr für jedes weitere Zimmer die gleiche Richtung beibehaltet. Und schon haben wir eine (neue) Route.

Das Auto als Route

Neben den Körperpunkten, den Zimmer-Routen oder den Weg-Routen können wir auch unser Auto als Route umfunktionieren:

  1. = Stoßstange
  2. = Scheinwerfer
  3. = Motorhaube
  4. = Scheibenwischer
  5. = Fahrertür
  6. = Fahrersitz
  7. = Lenkrad
  8. = Schaltung
  9. = Radio
  10. = Handschuhfach
  11. = Rücksitz
  12. = Hutablage
  13. = Heckscheibe
  14. = Kofferraum
  15. = Rück- oder Bremslichter

Je mehr Routen desto besser

Je mehr Routen wir uns anlegen, desto mehr Informationen können wir speichern. Sicherlich kann man auch eine Route mehrfach belegen. Aber wenn wir uns viele Informationen dauerhaft einprägen wollen, sollten wir viele verschiedene Routen zur Verfügung haben. Denn je mehr Informationen wir auf ein und demselben Punkt speichern, desto größer wird die Gefahr, Wichtiges zu vergessen oder Inhalte zu vermischen bzw. zu verwechseln.

Wenn Ihr Euch mit der Loci-Methode anfreunden könnt, dann werdet Ihr erstaunt sein, wie viele verschiedene Routen Ihr erstellen könnt. Ihr werdet auch feststellen, dass Ihr fast jede Route mit weiteren Routenpunkten erweitern könnt. Eurer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Anwendungsmöglichkeiten für die Loci-Methode

Geschichte, Erdkunde, Biologie, Chemie, Deutsch und Kunst sind Fächer, bei denen man diese Methode anwenden kann. Sie eignet sich immer dann, wenn wir uns Begriffe, Namen etc. in einer bestimmten Reihenfolge merken müssen.

Fazit zur Loci-Methode

Auch wenn sie anfangs ein wenig Arbeit macht, so ist die Loci-Methode eine genial einfache Methode, um sich alles Mögliche dauerhaft und in einer bestimmten Reihenfolge einzuprägen. Wenn Ihr Euch vorweg ein wenig Zeit nehmt und Euch verschiedene Routen zulegt, werdet Ihr Euch ganz schnell sehr viel mehr merken und behalten können.

Aber die Loci-Methode trainiert nicht nur Euer Gedächtnis und Eure Merkfähigkeit, sondern auch Eure Fantasie, Eure Kreativität und Eure Visualisierungsfähigkeit!

Videos zur Loci-Methode:

Dinge einmal zu hören oder zu lesen reicht nicht aus, um sie wirklich zu verinnerlichen. Wenn Ihr also Lust habt, die Loci-Methode zu erlernen und dadurch ganz erstaunliche Lernerfolge zu erzielen, dann empfehle ich Euch die folgenden Videos, um Euch mit dieser Methode noch besser vertraut zu machen.

Viel Spaß beim Erstellen Eurer Routen, Eurer lustigen Bilder und natürlich beim Üben!!!

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Lernmethoden und Lerntechniken

Leichter Lernen durch Lerntechniken und Lernmethoden

Viel zu viel zu lernen? Viel zu viel vergessen? Wie können wir schneller, leichter und dauerhafter lernen?

Diese Fragen stellen sich vielen. Antwort und dauerhafte Unterstützung bieten Lernmethoden!

Wir können Lerntempo und Lernerfolg um ein Vielfaches steigern, indem wir uns bestimmte Lerntechniken aneignen.

Wir brauchen zwar ein wenig Zeit, um die Methoden zu erlernen und zu verinnerlichen, aber wenn wir uns diese Arbeit einmal gemacht haben, dann haben wir unser ganzes Leben etwas davon! Wir können sie immer und für alles, was wir uns merken wollen, einsetzen! Geniale Aussichten! Aber auch hier gilt: Erst kommt die Arbeit und dann das Vergnügen!

Bevor ich Euch die einzelnen Lerntechniken genau erklären werde, hier zunächst eine Übersicht über die verschiedenen Merksysteme: Weiterlesen

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Richtig lernen

Richtig zu lernen ist gar nicht so schwer!

Beim Lernen spielen die Sinne eine wichtige Rolle. Richtig lernen, d.h. ob wir etwas länger behalten oder sofort wieder vergessen, hat sehr viel damit zu tun, WIE wir die entsprechenden Informationen aufnehmen und was wir anschließend damit TUN.

Unabhängig davon, ob wir ein auditiver, ein visueller, ein motorischer oder ein kommunikativer Lerntyp sind, behalten wir nur sehr wenig von der aufgenommenen Information, wenn wir sie nur über einen Sinneskanal aufnehmen (z.B. nur hören oder nur sehen).

Wenn wir etwas nur hören, haben wir binnen kurzer Zeit über 90 % wieder vergessen. Wenn wir einen Text nur lesen oder ein Bild, eine Grafik nur betrachten, beträgt die Vergessensrate in den kommenden 24 Stunden immer noch mehr als 80%. Weiterlesen

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Welcher Lerntyp bin ich?

Je nach Lerntyp lernt man anders

Beim Lernen spielen unsere Sinne (sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen)  eine wichtige Rolle, denn alles, was wir lernen, nehmen wir über unsere Sinnesorgane auf. Dabei verwenden wir jeweils die Sinnesorgane, die bei uns am besten ausgeprägt sind. Und so kommt es, dass manche von uns am besten lernen, indem sie etwas lesen, Bilder oder Grafiken betrachten, andere, indem sie zuhören und wieder andere müssen selbst etwas aufschreiben oder mit anderen sprechen bzw. diskutieren, um sich etwas behalten zu können.

Die moderne Lernforschung unterscheidet folgende 4 Lerntypen: auditiv, visuell, kommunikativ und motorisch und zwar je nachdem mit welchem Sinnesorgan der Lernstoff  in erster Linie aufgenommen wird. Weiterlesen

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M.E.T. – Ultrakurzform

Nachdem Ihr jetzt etwas Zeit hattet, Euch mit der M.E.T. – Kurzform vertraut zu machen habe ich heute eine noch etwas verkürzte Form für Euch.

Im Vergleich zu der M.E.T. – Kurzform beklopfen wir bei der Ultra-Kurzform nur noch 4 Punkte, da wir mit diesen besonderen Punkten alle Meridiane erreichen können.

Aber auch hier gilt, die Ultrakurzform bitte erst anwenden, wenn Ihr mit der Basismethode vertraut seid!

Folgende Punkte werden bei der Ultra-Kurzform beklopft:

UL = Unter der Lippe

 

IA = Innenseite Arm

IUS = Innenseite Unterschenkel

 

 

OKP = Oberer Kopfpunkt

 

 

 

Auch hier erfolgt die Einstimmung nicht durch das Reiben des Heilenden Punktes sondern durch das einmalige Beklopfen der Handkante.

Die Klopfsequenz für die Ultra-Kurzform sieht also folgendermaßen aus:

  1. Einstimmung auf unser Problem (z. B. Ich habe solche Angst vor der Englisch-Prüfung)
  2. Benennen des Problem und Festlegen des Einstimmungssatzes (Auch wenn ich riesige Angst vor der Englisch-Prüfung habe, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin.)
  3. Beklopfen des Handkantenpunktes mit den Fingern der anderen Hand und einmaliges Aussprechen unseres Einstimmungssatzes.
  4. Beklopfen der Punkte A – D bei gleichzeitigem Aussprechen des Erinnerungssatzes: Diese riesige Angst vor der Englisch-Prüfung.
  5. Je nachdem wie wir uns jetzt fühlen, wiederholen wir diese Klopfsequenz mit demselben Satz oder mit einem leicht veränderten Satz.

Auch hier entfallen die Skalenbewertung, das Herstellen von Gelassenheit und das abschließende Verankern. Wir ersetzen auch hierbei das Reiben des Heilenden Punktes durch das sanfte Beklopfen des Handkantenpunktes und wir beklopfen nur die 4 o.g.  Klopf-Punkte.

Besonders Kinder lieben die Kurzformen und die verschiedenen Varianten der Klopfsequenzen. Bevor Langeweile bei ihnen aufkommt, wechseln wir zwischen den einzelnen Durchgängen mal zur Kurzform,  zur Ultra-Kurzform und dann wieder zurück zur Basismethode.

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M.E.T. – Kurzformen

Die M.E.T. – Kurzformen solltet Ihr erst dann anwenden, wenn Ihr mit der Basismethode vertraut seid und schon ein paar Blockaden mit dieser Technik gelöst habt.

Ich persönlich benutze sehr gerne die Basismethode, weil es sich für mich gut und richtig anfühlt. Manchmal aber, vor allem, wenn nicht viel Zeit für einen ganzen Klopfdurchgang da ist, ich aber schnelle Hilfe brauche, dann bringt mir eine Kurzform schnelle Hilfe.

Zum Beispiel kurz vor einer Prüfung. Angst steigt hoch. Mit der verkürzten Klopffolge können wir uns dann schnell in einen besseren, ressourcenreicheren Zustand bringen.

Es gibt verschiedene Kurzformen. Ich stelle sie hier kurz vor und ich empfehle, jede Methode auszuprobieren, um festzustellen, welche Euch am meisten liegt.

Kurzform I

Bei dieser Variante entfallen die Skalenbewertung, das Herstellen von Gelassenheit, das Verankern sowie die erneute Skalenbewertung. Wir ersetzen das Reiben des Heilenden Punktes durch das sanfte Beklopfen des Handkantenpunktes und wir beklopfen nur 8 anstatt 13 Klopf-Punkte.

Wir klopfen die Punkte I bis VII:

 

Und schließen den Klopfdurchgang mit dem sanften Beklopfen des oberen Kopfpunktes ab. Er liegt genau am höchsten Punkt unseres Kopfes auf der Verbindungslinie von Ohrspitze zu Ohrspitze. Dieser Punkt wird nicht direkt beklopft, sondern wir formen mit den Fingern der einen Hand eine Art „Körbchen“ und beklopfen dann die Randregion dieses Punktes.

Unser Klopfdurchgang sieht dann wie folgt aus:

  1. Einstimmung auf das Problem
  2. Einstimmungssatz: das Problem benennen
  3. Einmaliges Sprechen der Ausgleichsformel, während wir den Handkantenpunkt (HKP, s. Abb. oben) beklopfen: Auch wenn ich …, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin.
  4. Verkürzte Klopffolge mit dem Erinnerungssatz: Beklopfen der Klopfpunkte I bis VII und des oberen Kopfpunktes (Scheitelregion), während wir den Erinnerungssatz wiederholen: Diese Prüfungsangst...
  5. Wiederholung des Klopfdurchgangs mit demselben Satz bzw. mit einer Variante des Erinnerungssatzes: Diese restliche Prüfungsangst...

Ist die Angst (das schlechte Gefühl) fast, aber noch nicht ganz verschwunden (bei einer Skalenbewertung von ca. 2), können wir folgenden einfachen und schnellen Trick anwenden:

Abschluss-Kurzform: Augenrolle

1. Wir halten den Kopf gerade und beklopfen den Handrückenpunkt.

2. Wir richten den Blick so weit wie möglich nach unten in Richtung Boden und rollen unsere Augen dann ganz langsam auf einer geraden Linie so weit wie möglich nach oben in Richtung Decke, während wir immer noch unseren Handrücken beklopfen.

3. Mit den Augen „oben“ angekommen, atmen wir tief durch die Nase ein.

4. Wir beenden das Klopfen und während wir durch den Mund ausatmen, lassen wir die Augen zurück in die Normalstellung „fallen“.

Ich persönlich habe diese Übung mit großem Erfolg ein wenig abgewandelt: Ich rolle die Augen langsam im und dann gegen den Uhrzeigersinn, während ich den Handrückenpunkt beklopfe. Ich kann dabei richtig fühlen, wie sich die restliche Spannung ganz und gar auflöst.

Sollte es zu keiner Erleichterung bzw. Besserung kommen, kehren wir zur Basismethode zurück und wiederholen die gesamte Klopfsequenz.

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