Raus aus der Stressfalle

Stress und Hektik gehören zum heutigen Leben einfach dazu. Dabei ist ein bisschen Stress durchaus gesund. Diese Art von Stress wird EU-Stress genannt. Er motiviert dich und macht dich leistungsfähiger. Er ist also ein guter Freund und Partner beim Wachsen, Lernen und Entwickeln.

Sehr oft aber belastet und überlastet der Stress deinen Körper, deinen Geist und deine Seele. Diese unangenehme Art von Stress führt darüber hinaus zu schlechten Gefühlen wie Angst, Ärger, Nervosität, Neid, Eifersucht oder Niedergeschlagenheit. Sie blockiert dich und den Energiefluss in deinem Körper. Du fühlst dich müde und schlapp, gereizt und genervt. Du hast den Eindruck, es nicht schaffen zu können. Negativer Stress liegt wie eine Last auf deinem Körper und deiner Seele, drückt dich nieder, hält dich im Schwitzkasten und macht dich ganz klein.
Du verkrampfst dich. Dein ganzer Körper und fast alle Muskeln verspannen sich. Du atmest flach oder du hältst deinen Atem an – meistens ohne es zu merken.  Dein Gehirn und dein Körper werden nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgt. Konzentration, Ausdauer, Aufmerksamkeit und sonstige geistige Fähigkeiten laufen auf „Sparflamme“. Du bist zerstreut, unkonzentriert, unfähig, irgendetwas zu verstehen oder zu lernen. Manchmal wirst du vielleicht auch hyperaktiv und fahrig oder genau das Gegenteil davon – scheinbar verträumt und teilnahmelos. Du hast dann das sogenannte Brett vor dem Kopf und kannst keinen klaren Gedanken mehr fassen. Du hast dich selbst „abgeschaltet“ und du „fährst“ im Notprogramm, d. h. dir steht nur noch ein ganz geringer Teil deiner Fähigkeiten und Kenntnisse zur Verfügung. Du weißt, dass du es weißt und doch findest du keinen Weg zu deinem Wissen.

Folgende Dinge können zu negativem Stress führen:

 

  •  Lärm, Kälte, Hitze
  • Ärger
  • Streit
  • Druck
  • zu hohe Anforderungen => Überforderung
  • Angst
  • geringer Selbstwert

aber auch:

 

  • zu weniges Trinken
  • Reizüberflutung (Fernsehen und Computer)
  • Bewegungsmangel
  • falsche Ernährung
  • Schadstoffe / Schadenenergien

Was passiert bei Stress?

Wenn du dich in einer Stress-Situation befindest, glaubt dein Gehirn, es müsse dein Überleben sichern und dann reagiert dein Körper ganz automatisch so, wie er schon vor Hunderttausenden von Jahren auf den Säbelzahntiger reagiert hat: Er schaltet dein Gehirn ab (das Brett vor dem Kopf) und stellt dich oder besser gesagt deinen Körper auf Flucht oder Kampf ein: Alle Energie wird  zum Weglaufen (Flucht) oder zum Kämpfen bereitgestellt: deine Muskeln, Rücken, Nacken, Arme und Beine sowie Herz und Lunge werden bestens mit allem versorgt. Dein Gehirn geht dabei leider leer aus – es wird quasi abgeschaltet. Jetzt ist nur noch schnelles Handeln gefragt, langes Nachdenken wäre tödlich. In grauer Vorzeit war diese Reaktion überlebensnotwendig, leider reagiert dein Körper auch heute immer noch auf die gleiche Weise: Alle Energie wird für Flucht oder Kampf bereitgestellt. Du aber sitzt in deinem Klassenzimmer und sollst dein Diktat, deinen Aufsatz oder die Mathe-Arbeit schreiben. Du hast fleißig gelernt, zu Hause alles gewusst und auf einmal ist alles weg, einfach so. Du kannst dich an nichts mehr erinnern, selbst die einfachsten Dinge fallen dir nicht mehr ein.

Merke: In Stress-Situationen ist der Mensch zu körperlichen Höchstleistungen bereit, Verstand und Denken werden jedoch abgeschaltet: ruhiges Nachdenken und gezieltes Handeln sind in solch „gefährlichen“ Situationen nicht mehr möglich – wir sind unserem Überlebensinstinkt, der unser Leben retten soll, „hilflos ausgeliefert“.

Hilfe aus der Stressfalle bietet Entspannung. Wie aber willst du dich entspannen, wenn dein Kleinhirn glaubt, du seist in Lebensgefahr? – Ganz einfach: du erklärst deinem Kleinhirn in seiner Sprache, dass dein Überleben gar nicht gefährdet ist!

Und wie spricht man in der Sprache des Kleinhirns? Auch das ist ganz einfach: Du machst bestimmte Atem- und Bewegungsübungen, du drückst bestimmte Energiepunkte oder hältst deine Finger in bestimmten Stellungen, du stellst dir vor, dass du es schaffst und unterstützt diese Vorstellung mit Klopfakupressur oder du machst eine Phantasiereise ins Land der guten Gefühle!

Unter Downloads/Übungen findest du unter anderem Übungen,  die dir helfen dich zu entspannen.

Weitere Übungen rund um das Thema Entspannung findest du in meinem E-Book Leichter Lernen durch Entspannung, bessere Konzentration und mehr Energie (s. rechte Seite).

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